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Grenzgänge eines Extrembergsteigers
- Dieses Buch ist mehr als der Untertitel vermuten lässt, eben nicht nur das Portrait eines Idols seiner Zeit, sondern vielmehr
ein tiefer Einblick in die immer schneller expandierende Entwicklungsgeschichte des extremen Alpinisimus und - ganz wesentlich -
ein Blick ins 'Innere' seiner Protagonisten.
Das komplett in schwarzweiss gehaltene Buch beinhaltet auf 184 Seiten nicht nur die Lebensgeschichte des Heini Holzer sondern vermittelt
durch viele hervorragende Schwarzweiss-Aufnahmen ein exaktes Bild vom Ausnahmekletterer und Steilwandfahrer Holzer, der seiner damaligen Zeit
um Jahre voraus war.
Was dieses Buch jedoch für alle Generationen von Lesern besonders interessant machen dürfte, von denjenigen die mit dem aufstrebenden Alpinismus groß
geworden sind bis hin zu denen die heute die Berge als Spielwiese oder gar als Wettkampfstätte betrachten, ist die Tatsache, dass
zwischen den Zeilen zu erahnen ist wie Spitzenleistungen egal welcher Couleur schon immer hart - und wohl von manch einem nicht immer fair - erkämpft worden sind,
und dass die Triebfedern für solche Ausnahmeleistungen nur zu einem kleinen Teil in den physischen Möglichkeiten des Menschen zu suchen sind.
Insgesamt liegt hier ein spannend aufgebautes Stück alpinistischer Zeitgeschichte vor uns, sodass es wenig stört, wenn durch den mehrmaligen Wechsel zwischen Biographie (Markus Larcher) und eingestreuten
Originaltexten (Holzer) einige Passagen redundant erscheinen.